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Presseerklärungen des Landesverbandes


Pressemitteilung

Corona-Prämien auch für Tochtergesellschaften im EvB

Foto: Ben Gross Photography
Anja Mayer
Anja Mayer

Wie die Gewerkschaft ver.di heute öffentlich machte, plant das Potsdamer Klinikum "Ernst von Bergmann" die Auszahlung von Corona-Prämien nur an Mitarbeitende des Stammhauses. Die Beschäftigten der Tochtergesellschaften sollen leer ausgehen. So geht es nicht, meint die Co-Landesvorsitzende der LINKEN Brandenburg, Anja Mayer:

"Es ist für mich nicht nachvollziehbar, dass ein kommunales Krankenhaus in seiner Belegschaft eine Zwei-Klassen-Gesellschaft praktiziert. In der Pandemie haben die Mitarbeiter*innen in allen Bereichen Übermenschliches leisten müssen, sind ihrer Arbeit unter zum Teil hohem persönlichem Risiko und großer persönlicher Belastung nachgegangen. Prämienzahlungen hier zu differenzieren halte ich für absolut inakzeptabel. Selbst wenn der Betriebsrat einer solchen Regelung zugestimmt hat: so kann man mit Mitarbeiter*innen nicht umgehen – schon gar nicht in einem kommunalen Krankenhaus!

Dem Vernehmen nach erhält das EvB aus den Bundesmitteln ca. 3 Millionen Euro zur Ausschüttung an die Beschäftigten. Das Klinikum muss auch keine eigenen Mittel einsetzen – betriebswirtschaftliche Überlegungen können hier also keine Rolle spielen. Die angekündigte Zahlung von 650 Euro lediglich an die Beschäftigten im Stammhaus schöpft diesen Betrag nicht annähernd aus. Ich erwarte, dass der zur Verfügung stehende Betrag vollständig an alle Kolleg*innen ausgezahlt wird – und die Arbeitsleistung der Kolleg*innen in Service und Care ebenso gewürdigt wird wie die aller anderen Mitarbeitenden!"