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Nachrichten aus dem Kreisverband Oberhavel


Ralf Wunderlich

Für gleichen Rechte und den gleichen Respekt

Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans-, intergeschlechtliche und queere  Menschen werden auch heute noch diskriminiert. Wie in vielen Städten wurde heute auch in Oranienburg vor der Kreisverwaltung die Regenbogenfahne gehisst. Für DIE LINKE war Carsten Schneider, von DIE LINKE. queer B./Brandenburg und Gemeindevertreter in Oberkrämer und Ralf Wunderlich, Mitarbeiter der Bundestagsabgeordneten Anke Domscheit-Berg, vor Ort.

Pressemitteilung der Regenbogenbrigade und von DIE LINKE. queer B./Brandenburg

 IDAHOBIT 2021 - Wir sind so lange laut, bis niemand mehr benachteiligt wird

Seit 2005 wird am 17. Mai der IDAHOBIT weltweit gefeiert. IDAHOBIT steht für International Day Against Homophobia, Biphobia, Interphobia and Transphobia (Internationaler Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit).

Aber was ist der Anlass dafür?

Am 17. Mai 1990 wurde Homosexualität von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) aus dem Diagnoseschlüssel gestrichen. Erst 2018 folgte die Streichung von Transsexualität aus dem ICD-11 der WHO.

Seit 2005 werden überall auf der Welt an diesem Tag Regenbogenflaggen gehisst, aber auch auf die andauernde Diskriminierung von LSBTTIQ* aufmerksam gemacht.

Ihr dürft doch jetzt heiraten, was wollt ihr eigentlich noch?

Nach wie vor werden LSBTTIQ* auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt, dürfen Lesben* nur in einem sehr diskriminierende Verfahren die Kinder Ihrer Ehepartnerinnen* adoptieren, dürfen Schwule kein Blut spenden, wird trans Frauen das Frausein abgesprochen. Die Hasskriminalität gegenüber LSBTTIQ* steigt seit Jahren kontinuierlich an.

Nach wie vor ist die Suizidrate bei queeren Jugendlichen 4-7-mal höher als bei Jugendlichen im Allgemeinen. Ablehnung, Mobbing aber auch vermehrte Gewalterfahrungen führen zu psychischen Belastungen, die nicht selten in einem Suizidversuch enden.

Aber wieso müsst ihr immer etwas Besonderes sein und so laut Dinge einfordern, die nur Wenige betreffen?

Wir wollen in einer Gesellschaft leben, in der wir ohne Angst verschieden sein können.

LSBTTIQ* werden in vielen Bereichen unserer Gesellschaft ausgegrenzt, da sie anders leben und anders lieben. Selbst das Grundgesetz schützt derzeit im Artikel 3 nicht vor Diskriminierung aufgrund der sexuellen und geschlechtlichen Identität.

Gerade auf dem Arbeitsmarkt, im Gesundheitswesen, im Familienrecht und auch auf dem Wohnungsmarkt werden immer wieder Menschen diskriminiert, weil sie nicht den heteronormativen Vorstellungen entsprechen.

Niemandem wird etwas weggenommen, wenn Menschen schwul, lesbisch, bi, transgeschlechtlich, intergeschlechtlich oder non binär sind. Im Gegenteil – unsere Gesellschaft gewinnt etwas dazu. So zu sein, wie sich jede*r am wohlsten fühlt.

Und so lange Menschen aufgrund dessen benachteiligt, diskriminiert und teilweise sogar ermordet werden, werden wir laut sein.

Wir wollen keine Extrawurst – nur die gleichen Rechte und den gleichen Respekt wie alle anderen auch!

Potsdam 2021

Regenbogenbrigade

DIE LINKE. queer B./Brandenburg